Tag Archives: Kartoffelsack

Sweet Reminiscence – eine liebliche Erinnerung

23 Mai

Heute gehts gleich zur Sache, ich präsentiere das Hotmilk Still-Hemd „sweet reminiscence“ in Größe XL:

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In den sanften Tönen vanilla-strawberry-mint, üppige Spitze, kleine Rauten, ein Strassblümchen;

ein sehr romantisches Design.

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Leider habe ich mir das Hemd erst nach der Schwangerschaft gekauft, dabei hätte ich es auch vorher schon gut gebrauchen können:

Nicht nur der Schnitt, sondern auch die verwendeten Materialien (48%Modal 48%Baumwolle 4%Elasthan) bieten dem Bauch auch während der Schwangerschaft genügend Platz.

Das Innenkörbchen aus 95%Baumwolle und 5% Elasthan ist sanft zur Haut.

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Die A-förmige Bruststütze lässt genügend Freiraum für innigen Hautkontakt und ist mit dem Klippverschluss einfach zu bedienen.

Ein Minuspunkt ist die Sache mit der Größe: Es gibt diese Still(Nacht-)hemden von Hotmilk nicht in verschiedenen Körbchengrößen, so dass bei mir das Gummiband das Halt geben soll frei in der Luft schwebt.

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Hier nocheinmal das Oberteil von Innen:

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Zusammengefasst ein sehr hübsches Stillhemd für die Schwangerschaft und die Zeit danach.

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Kartoffelsack oder Presswurst

18 Apr

Das sind zwei saloppe Ausdrücke für Kleidung die nicht so passt wie vorgesehen;

„Kartoffelsack“ bezieht sich dabei auf unförmige, die Figur verschluckende Stoffmassen, in denen man unfreiwillig plump oder zumindest ein ganzes Stück behäbiger wirkt, als unangezogen.

Das Pendant ist die „Presswurst“: Alles sitzt hauteng, der Stoff ist sichtbar gespannt, jedes noch so leichte Röllchen, jede Naht zeichnet sich – bis hin zur deutlich erkennbaren Unterwäsche – unbarmherzig ab.

Der häufigste Grund, wieso Frauen sich den Stil von Kartoffelsack oder Presswurst angewöhnen sind ihre nicht-genormten Körper. Anders als die Stangenware der einschlägigen Bekleidungsketten folgen Brust-Tailien- und Hüftumfang nicht immer dem selben einheitlichen Schema.

Ein Blick in eine Konfektionsgrößentabelle und schnell wird klar:

Es braucht nicht viel um mit einem Körper drei verschiedene Kleidergrößen zu beanspruchen. Die meisten Kleidungsstücke die man so kaufen kann haben aber lediglich eine Größe und so muss man wählen an welcher Körperstelle es denn passen soll und in Kauf nehmen, dass es am übrigen Körper eben nicht passt.

Nehmen wir eine Beispielfrau mit den Maßen 116-85-115, dies entspräche den Kleidergrößen 50-44-48.

Möchte diese Frau ihre Tailie in Größe 44 herzeigen, wird das Oberteil an Brust und Hüfte gnadenlos quetschen, e voilá: eine Presswurst!

Möchte sie sicherstellen, dass der Blusenknopf nicht spannt und greift zu Größe 50, ist für den gesamten übrigen Körper zuviel Stoff vorgesehen, das Paradebeispiel eines Kartoffelsacks.

Alternativ könnte sie auch in Größe 48 eine versteckte Tailie und eine leicht spannende Bluse hinnehmen, ganz daneben säße die Größe 46; die würde nirgendwo passen.

Frauen die sich mit der Problematik schon länger befasst haben, kennen einige Tricks und Kniffe, solche Probleme zu umgehen. So kann man zB eine an der Tailie passende Bluse nur dort zuknöpfen und ein elastisches Top drunter ziehen, die Knöpfe über der Brust werden einfach aufgelassen.

Das ist so ziemlich der meistverwendete Trick aller Frauen mit großer Oberweite die ihre Figur nicht verstecken wollen. Ein anderer Klassiker: Elasthan. Manch eine fragt sich, wie die Menschen früher überhaupt ohne diese super-elastischen Stoffe auskommen konnten (natürlich mit Maßanfertigung).
Von der schmalen Tailie bis zur ausladenden Hüfte dehnen diese Stoffe sich langmütig in die gewünschte Form.

Doch es geht noch besser: kurvenfreundliche Kleidung.

Vorreiter sind hier Pepperberry und Biubiu, kürzlich ist mit Maximila noch ein deutscher Hersteller hinzugekommen.

Vereinzelt finden sich auch hier und da mal Kleidungsstücke die entweder anderen Tabellen folgen (Vintagemode die eine schmalere Teile einkalkuliert als moderne Tabellen) oder aber besonders gut auf die Figur abzustimmen sind, wie zB Wickelkleider oder mit Gürtel/Bindeband ausgestattete Oberteile.

Maßanfertigung ist für die zahlungskräftige Dame natürlich immer eine Lösung.

Ich muss aber von Onlineanbietern wie Tailorstore und Youtailer abraten, bei diesen günstigen Angeboten werden die Schnitte nicht korrekt angepasst und so kann es zB vorkommen, dass der aus dem Brustumfang abgeleitete Stoff gleichmäßig auf Brust und Rücken verteilt wird, anstatt sich, so wie die Brüste es normalerweise tun, auf die Vorderseite zu konzentrieren.

Wer mehr zu dem Thema lesen möchte, findet bei Busenfreundinnen.net unter dem Titel „Das Sanduhrproblem“ einen ausführlichen Thread dazu.

Zwei Schwangerschaften und eine Odysse durch diverse Kaufhäuser und Onlineshops hat mich folgendes gelehrt: Man muss sich und seine Kleidung der Kurve beugen (wenn man kein Fan von Presswurst und Kartoffelsack ist). Und sogar wortwörtlich; Die Kleidung muss die Kurve zulassen und mit ihr mitgehen – von der schmalsten bis zur weitesten Stelle.

Wie man schon ahnt meine ich hier mit Kurven auch den wachsenden Babybauch. Denn wer schon in der normalen Kleidung Tendenzen zum Kartoffelsack zeigt, zeigt in Umstandsmode Tendenzen zum Zirkuszelt.

Die Hersteller scheinen zu glauben, wer mit einer großen Oberweite nach Schwangerschaftsmode sucht, muss mindestens Zwillinge austragen, der Extrastoff für den Babybauch wächst nämlich oft proportional mit. Bauchbänder sind nicht nur unendlich praktisch und vielseitig verwendbar, sie sorgen auch (über der Umstandskleidung getragen) dafür, dass aus dem Zirkuszelt ein hübsches Umstandskleid wird.

Auch viele Schwangere mit durchschnittlicher oder kleiner Brustgröße haben oft das „Kurvenproblem“.  Waren sie es vorher gewohnt, dass normale Kleidung gut saß fühlen sie sich plötzlich mit dem riesig wirkenden Bauch geradezu unförmig.

Dabei muss ich an eine Freundin von mir denken, die immer gerne diese „Hängerchen“ trug.  Ihr ganzer Schrank war voll mit Kleidern die lässig am Körper herabhingen und sie sah immer fabelhaft darin aus. Nun, mit wachsendem Babybauch, fühlte sie sich zunehmend in ihrer Kleidung unwohl, auch als sie dann die ersten Umstandsoberteile trug änderte sich nichts daran. Dabei liebte sie den Babybauch an sich und fand sich ohne was drüber „unbeschreiblich weiblich“ im Spiegel.

Die Offenbarung tat sich uns auf, als sie in einem Babyladen mal ein Bauchband über der Kleidung anprobierte (sie wollte es eigentlich nur für drunter kaufen, um die kürzer sitzenden Oberteile zu kaschieren); es sah toll aus! Sie hat sich dann noch mehr Bauchbänder zugelegt, und auch wenn ich nicht berichten kann, dass sie fortan nur noch glücklich mit ihrer Figur war, haben ihr diese kurvenumarmenden Stoffstreifen trotzdem viel gebracht.